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Schätze am Strand unterhalb der Steilküste Grömitz

12.03.2021

Schätze am Strand unterhalb der Steilküste Grömitz

Entlang der lehmig-sandigen Wände des Steilufers hinter dem Yachthafen Grömitz befindet sich ein naturbelassener Strandabschnitt. Er führt am Nachbarort Bliesdorf und dem „Ruheforst Brodau“ vorbei und erstreckt sich bis hin nach Rettin.

Erster Hingucker: Steintürmchen

Direkt hinter dem Yachthafen Grömitz gibt es bereits etwas am Strand zu bewundern, denn hier werden immer wieder Türmchenbauer tätig. Zahlreiche aufeinander gestapelte Steine schauen sich den Sonnenaufgang über der Ostsee an und hoffen nicht umgeworfen zu werden. Sie sehen noch kein Steintürmchen am Strand? Dann legen Sie los und bauen den ersten Turm in den Sand. Sie werden sehen, dass in den nächsten Tagen viele weitere dazu kommen werden.

Schätze aus der Eiszeit am Strand von Grömitz

Wenn Sie ganz genau hinschauen, werden Sie bei Ihrem Spaziergang entlang der Ostsee Schätze entdecken. Besonders nach stürmischen Tagen werden an der Ostseeküste Überbleibsel der Eiszeit von Regen und Wellen hervor gespült. Sind die Steine noch nass und die Sonne reflektiert auf ihrer Oberfläche, präsentieren sie sich im vollen Glanze. Wenn Sie ganz genau hinschauen, erkennen Sie verschiedene Strukturen, wie Druck- oder Nasenmarken, die erahnen lassen, mit wie viel Kraft die Gletscher einst auf das Gestein wirkten, während sie sich über Norddeutschland schoben und diesen Küstenabschnitt formten.

Donnerkeile, Hühnergötter und sonstige Fundstücke von der Ostsee

Donnerkeile sind spitz zulaufende, gold-braune, versteinerte Teile eines Belemniten, einem längst verstorbenen, kalmarartigen Meerestier. Die schwarz-weißen Feuersteine sind, neben Gneis und Granit, die Klassiker unter den Fundstücken am Ostseestrand. Sie finden diese häufig an wilden Strandabschnitten, wie diesem Naturstrand am Steilufer. Haben Sie am Strand schon einen Feuerstein mit Loch entdeckt? Herzlichen Glückwunsch. Dann halten Sie Ihren ersten Hühnergott in der Hand. Hühnergötter werden gerne als dekorative, grobe Schmuckkette aneinander gereiht und finden sich auch mal an Terrassen oder Hauseingängen einiger Ferienwohnungen wieder. Bitte zerschlagen Sie keine Feuersteine am Strand. Sie splittern und sind sehr scharfkantig. Der nächste Barfussläufer wird es Ihnen bei seinem Strandspaziergang danken.

Das „Gold des Meeres“ - Bernstein in der Ostsee

Wenn Sie nach einem auflandigen Ost-Sturm sehr, sehr viel Glück haben, dann können Sie hier sogar das „Gold des Meeres“, also einen seltenen Bernstein finden. Sie erkennen das honiggoldene, fossile Harz daran, dass es im sehr salzhaltigen Wasser schwimmt und Sie ihn mit einem Feuerzeug anzünden können. Außerdem ist er deutlich leichter als andere Steine, die sie am Strand finden. Nun, während Sie so aufmerksam mit dem Kopf nach unten den Spülsaum nach Fundstücken absuchen, gönnen Sie sich zwischendurch eine kleine Pause. Schauen Sie über die Ostsee und sehen Sie den Vögeln bei ihren Flugrunden zu, lauschen Sie den Wellen und atmen tief durch. Dann kann die Suche weiter gehen. Nur denken Sie daran: alles was Sie am Strand sammeln, müssen Sie wieder zurück tragen. Vielleicht bauen Sie noch ein Türmchen mit den schwersten Schätzen bevor Sie umkehren?

Sie möchten mehr erfahren?

Erkundigen Sie sich am Besten beim Tourismus-Service Grömitz, wann die nächste „Steilküsten-Entdeckungstour“ oder „Bernsteinführung“ stattfindet und erfahren so mehr über Grömitz, die Ostsee und den Strand.